Dr. med. Gabriel Benz
Leiter Beatmungsteam und pulmonale Rehabilitation Lungenzentrum, Kantonsspital St. Gallen

Eine kürzere Schlafdauer und häufigeres Aufwachen im Alter sind normal. Ist der Schlaf jedoch nicht mehr erholsam, beeinträchtigt dies die Lebensqualität.

Erholsamer Schlaf ist wichtig für die Gesundheit

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Wir verbringen ca. 24 Jahre, also einen Drittel unseres Lebens, mit Schlafen. Dies dient der Erholung vom Alltag, ist aber keinesfalls ein passiver Prozess. Ist der Schlaf gestört, kann es neben Müdigkeit und Schläfrigkeit zu Konzentrationsstörungen und Lernschwäche, Veränderungen der Psyche und Stresstoleranz sowie zu einer Gewichtszunahme kommen. Neben den offensichtlichen gesundheitlichen Problemen kommt es oft auch zu Konflikten im Beruf, mit der Familie und dem sozialen Umfeld.

 

Die Schlafapnoe, welche aufgrund von Schnarchen und Atempausen zu nicht erholsamem Schlaf und Tagesschläfrigkeit bzw. Sekundenschlaf am Steuer führen kann, wird neben der Anpassung des Lebensstils (Gewichtskontrolle, körperliche Aktivität, Reduktion des Alkoholkonsums) mit einem Atemgerät und einer Maske behandelt. Eine ähnliche Therapie kann bei der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) mit einer ungenügend tiefen Atmung nachts nötig werden. Diese Therapien sind nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige oft ein Eingriff in die Privatsphäre.

 

Wenn das Ein- und Durchschlafen ohne offensichtlichen Grund erschwert sind, rückt die sogenannte Schlafhygiene ins Zentrum. Nutzung des Handys, Sport, Kaffeekonsum und kreisende Gedanken können Störfaktoren sein, die vor dem Schlaf gemieden werden sollten. Zusätzlich ändern sich unsere Schlafdauer und -struktur im Alter. Die durchschnittliche Schlafdauer eines Kleinkindes beträgt bis zu 13 Stunden und nimmt bei über 65-Jährigen auf bis unter sieben Stunden ab. Der Schlaf wird in diesem Alter zudem leichter und ist häufiger unterbrochen, was jedoch nicht krankhaft sein muss. Der Irrglaube, dass der Mensch mindestens acht Stunden Schlaf braucht, kann zu einer übermässigen Erwartungshaltung an den Schlaf führen und diesen somit stören.

 

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Dr. med. Gabriel Benz.

 

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